Rente berechnen: Bruttorente mit Rentenpunkten ermitteln
Mit dem Rentenrechner können Sie Ihre voraussichtliche gesetzliche Rente berechnen. Dabei bilden Ihre vorhandenen Entgeltpunkte, mögliche weitere Beitragszeiten, der Rentenwert, der Zugangsfaktor und der Rentenartfaktor die Grundlage. Außerdem zeigt das Ergebnis eine unverbindliche monatliche und jährliche Bruttorente.
Persönlicher Rentenhöhenrechner
Zunächst übernehmen Sie die Entgeltpunkte möglichst aus Ihrer aktuellen Renteninformation. Anschließend lassen sich weitere Arbeitsmonate optional über das voraussichtliche Bruttogehalt schätzen.
Aktuelle Rechenwerte anzeigen oder anpassen
Ihre unverbindliche Rentenschätzung
Dabei verwendet die Berechnung die von Ihnen eingetragenen Werte; allerdings ersetzt das Ergebnis keine verbindliche Rentenauskunft.
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Außerdem werden die Eingaben ausschließlich lokal in diesem Browser verarbeitet und durch diesen Rechner nicht an RentnerWissen.de übermittelt.
Rente berechnen: Das Wichtigste auf einen Blick
Grundsätzlich berechnet die Deutsche Rentenversicherung die monatliche Bruttorente mit vier Faktoren. Dabei ist die Summe der Entgeltpunkte der wichtigste individuelle Wert. Hinzu kommen der Zugangsfaktor, der aktuelle Rentenwert und der Rentenartfaktor.
Für eine belastbare Schätzung: Deshalb sollten Sie Ihre vorhandenen Entgeltpunkte aus der Renteninformation übernehmen. Denn eine alleinige Hochrechnung aus dem heutigen Gehalt kann Kindererziehung, Pflege, Ausbildung, Arbeitslosigkeit und andere rentenrechtliche Zeiten nicht vollständig abbilden.
Die Rentenformel einfach erklärt
Dabei entsteht die monatliche gesetzliche Bruttorente durch Multiplikation der persönlichen Entgeltpunkte mit drei weiteren Faktoren.
| Faktor | Bedeutung | Wirkung auf die Rentenhöhe |
|---|---|---|
| Entgeltpunkte | Vergleich des eigenen versicherten Einkommens mit dem Durchschnittsentgelt des jeweiligen Jahres. | Mehr Entgeltpunkte erhöhen die Rente unmittelbar. |
| Zugangsfaktor | Berücksichtigt einen vorzeitigen oder hinausgeschobenen Rentenbeginn. | Abschläge senken, Zuschläge erhöhen die persönlichen Entgeltpunkte. |
| Aktueller Rentenwert | Monatlicher Euro-Wert eines Entgeltpunkts. | Eine Rentenanpassung verändert bestehende und künftige Renten. |
| Rentenartfaktor | Unterscheidet den Sicherungszweck verschiedener Rentenarten. | Bei Altersrenten beträgt der Faktor grundsätzlich 1,0. |
Zwar wirkt die Formel einfach, doch die Ermittlung der Entgeltpunkte aus einem vollständigen Versicherungsleben ist komplex. Maßgeblich bleiben deshalb die Renteninformation, die Rentenauskunft und der spätere Rentenbescheid.
Entgeltpunkte: Der wichtigste Baustein der Rentenberechnung
Zunächst gilt: Entgeltpunkte werden umgangssprachlich häufig Rentenpunkte genannt. Beispielsweise ergibt ein Jahr mit einem versicherten Bruttoeinkommen in Höhe des jeweiligen Durchschnittsentgelts grundsätzlich einen Entgeltpunkt.
Unter dem Durchschnitt
Wer beispielsweise die Hälfte des Durchschnittsentgelts erzielt, erhält vereinfacht ungefähr 0,5 Entgeltpunkte.
Genau im Durchschnitt
Einkommen auf dem Durchschnittsniveau ergibt vereinfacht ungefähr einen Entgeltpunkt für das Kalenderjahr.
Über dem Durchschnitt
Höheres versichertes Einkommen kann mehr als einen Punkt ergeben, jedoch nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
Im Jahr 2026 beträgt das vorläufige Durchschnittsentgelt 51.944 Euro. Dagegen liegt die Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung bei 8.450 Euro monatlich beziehungsweise 101.400 Euro jährlich. Dadurch können aus Beschäftigung im Jahr 2026 rechnerisch höchstens rund 1,9521 Entgeltpunkte entstehen.
Außerdem entstehen Entgeltpunkte nicht nur aus Beschäftigung. Darüber hinaus können Kindererziehungszeiten, nicht erwerbsmäßige Pflege, bestimmte beitragsfreie Zeiten, Zuschläge und weitere rentenrechtliche Sachverhalte das Rentenkonto beeinflussen.
Aktueller Rentenwert 2026
Zunächst zeigt der aktuelle Rentenwert, wie viel ein Entgeltpunkt monatlich wert ist. Seit dem 1. Juli 2026 beträgt er einheitlich 42,52 Euro.
| Zeitraum | Aktueller Rentenwert | Monatliche Bruttorente bei 40 Punkten |
|---|---|---|
| 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2026 | 40,79 Euro | 1.631,60 Euro ohne weiteren Faktor |
| Seit 1. Juli 2026 | 42,52 Euro | 1.700,80 Euro ohne weiteren Faktor |
Dadurch entspricht ein einzelner Entgeltpunkt beim Rentenwert von 42,52 Euro einer jährlichen Bruttorente von 510,24 Euro. Allerdings können künftige Rentenanpassungen den Euro-Wert ändern.
Daher verwendet der Rechner standardmäßig 42,52 Euro. Außerdem lässt sich der Rentenwert unter „Aktuelle Rechenwerte anzeigen oder anpassen“ später ohne Änderung des Quellcodes überschreiben.
Beispiele für die Berechnung der Rente
40 Punkte ohne Abschlag
40 × 1,0 × 42,52 Euro × 1,0 ergeben 1.700,80 Euro monatliche Bruttorente.
40 Punkte und 24 Monate früher
Beispielsweise beträgt der Zugangsfaktor bei 7,2 Prozent Abschlag 0,928. Daraus ergeben sich vereinfacht 1.578,34 Euro monatliche Bruttorente.
Folglich beträgt der Unterschied in diesem Beispiel rund 122,46 Euro pro Monat und 1.469,52 Euro pro Jahr. Zudem wirkt die Kürzung bei einer vorgezogenen Altersrente grundsätzlich dauerhaft.
Wie Abschläge und Zuschläge die Rentenhöhe verändern
Grundsätzlich entstehen bei vielen vorzeitig bezogenen Altersrenten 0,3 Prozent Abschlag je Monat. Dadurch sinkt der Zugangsfaktor entsprechend. Zum Beispiel entspricht ein Abschlag von 7,2 Prozent einem Zugangsfaktor von 0,928.
| Zeitpunkt | Veränderung | Zugangsfaktor |
|---|---|---|
| 12 Monate früher | 3,6 Prozent Abschlag | 0,964 |
| 24 Monate früher | 7,2 Prozent Abschlag | 0,928 |
| 36 Monate früher | 10,8 Prozent Abschlag | 0,892 |
| 48 Monate früher | 14,4 Prozent Abschlag | 0,856 |
| 12 Monate später | 6,0 Prozent möglicher Zuschlag | 1,060 |
Allerdings prüft der Rechner nicht, ob die gewählte Rentenart tatsächlich so viele Monate früher oder später begonnen werden darf. Deshalb müssen die zulässigen Altersgrenzen und Wartezeiten separat bestätigt werden.
Zunächst können Sie den persönlichen Rentenmonat im Renteneintrittsrechner bestimmen. Außerdem erklärt der Ratgeber Rentenalter die jahrgangsabhängigen Altersgrenzen.
Bruttorente ist nicht gleich Auszahlungsbetrag
Zunächst ermittelt die Rentenformel die monatliche Bruttorente. Anschließend können davon Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie gegebenenfalls Einkommensteuer abgehen.
Krankenversicherung
Dabei hängen Beitrag und Beteiligung des Rentenversicherungsträgers von der Versicherungsart und dem Zusatzbeitrag der Krankenkasse ab.
Pflegeversicherung
Außerdem richtet sich der Beitrag unter anderem nach den jeweils geltenden gesetzlichen Sätzen und persönlichen Merkmalen.
Einkommensteuer
Schließlich hängt eine mögliche Steuer nicht allein von der Bruttorente, sondern vom gesamten zu versteuernden Einkommen und persönlichen Abzügen ab.
Daher setzt der Rechner bewusst keinen pauschalen Abzug voraus. Stattdessen können Sie selbst einen Prozentsatz eintragen und erhalten dann lediglich eine grobe Schätzung nach diesen selbst gewählten Abzügen – noch vor einer möglichen Einkommensteuer.
Weitere Informationen finden Sie in den Ratgebern Krankenversicherung für Rentner und Steuererklärung für Rentner.
Die Renteninformation als beste Grundlage verwenden
Darüber hinaus verschickt die Deutsche Rentenversicherung ab dem 27. Geburtstag grundsätzlich jährlich eine Renteninformation, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Dadurch erhalten Versicherte unter anderem Angaben zu bisher erworbenen Ansprüchen und Hochrechnungen.
Allerdings sind Hochrechnungen in die Zukunft keine Garantie. Denn Gehalt, Beschäftigungsdauer, Rentenwert, Rechtslage und persönliche Versicherungszeiten können sich verändern.
Was der Rentenrechner nicht vollständig berücksichtigen kann
- fehlende oder falsch gespeicherte Versicherungszeiten
- Kindererziehungszeiten im Einzelfall
- Pflegezeiten und deren genaue Bewertung
- beitragsfreie und beitragsgeminderte Zeiten
- Versorgungsausgleich oder Rentensplitting
- Zuschläge aus Minijobs oder freiwilligen Beiträgen
- besondere knappschaftliche Berechnung
- Auslandszeiten und zwischenstaatliche Regelungen
- künftige Rentenanpassungen
- individuelle Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge
- persönliche Einkommensteuer
- verbindliche Anspruchsvoraussetzungen einer Rentenart
Deshalb erhalten Sie eine persönliche Prüfung bei einer Rentenberatung.
Checkliste für die persönliche Rentenberechnung
- aktuelle Renteninformation bereitlegen
- bisherige Entgeltpunkte übernehmen
- Versicherungsverlauf auf Lücken prüfen
- künftiges Bruttogehalt realistisch schätzen
- verbleibende Arbeitsmonate eintragen
- Beitragsbemessungsgrenze beachten
- passenden Rentenartfaktor auswählen
- vorzeitigen oder späteren Beginn berücksichtigen
- aktuellen Rentenwert verwenden
- monatliche Bruttorente berechnen
- jährliche Bruttorente vergleichen
- dauerhafte Wirkung von Abschlägen prüfen
- Kranken- und Pflegeversicherung gesondert planen
- mögliche Einkommensteuer nicht vergessen
- Ergebnis mit Rentenauskunft vergleichen
- bei größeren Abweichungen beraten lassen
Passende Ratgeber auf RentnerWissen.de
Offizielle Quellen zur Rentenberechnung
Häufige Fragen zur Berechnung der Rente
Wie wird die gesetzliche Rente berechnet?
Wo finde ich meine Entgeltpunkte?
Wie viel ist ein Rentenpunkt 2026 wert?
Wie viele Rentenpunkte gibt es bei Durchschnittsverdienst?
Wie wirken sich 24 Monate früherer Rentenbeginn aus?
Ist das Ergebnis des Rechners meine Nettorente?
Warum kann ich aktuelle Rechenwerte selbst ändern?
Kann ich meine zukünftigen Rentenpunkte aus dem Gehalt berechnen?
Warum weicht das Ergebnis von meiner Renteninformation ab?
Ist die berechnete Rentenhöhe verbindlich?
Fazit: Rentenhöhe mit echten Entgeltpunkten berechnen
Zunächst beginnt die genaueste eigene Schätzung mit den Entgeltpunkten aus der aktuellen Renteninformation. Dadurch lässt sich die monatliche Bruttorente zusammen mit Zugangsfaktor, Rentenwert und Rentenartfaktor nachvollziehbar berechnen.
Außerdem können künftiges Gehalt und weitere Arbeitsmonate eine zusätzliche Orientierung geben. Sie ersetzen jedoch nicht die vollständige Bewertung des Versicherungsverlaufs durch die Deutsche Rentenversicherung.
Nächster Schritt: Anschließend speichern oder drucken Sie Ihr Ergebnis und vergleichen es mit Ihrer Renteninformation. Falls größere Abweichungen auftreten, prüfen Sie zuerst den Versicherungsverlauf und die verwendeten Rechenwerte.
Schließlich bieten dieser Beitrag und der Rechner allgemeine, unverbindliche Orientierung. Dennoch ersetzen sie keine individuelle Renten-, Steuer- oder Rechtsberatung. Deshalb bleiben die Unterlagen und Bescheide der Deutschen Rentenversicherung maßgeblich.
